„24h-Serie“ auf dem Nürburgring: Ablehnende Position der ILN findet breite Unterstützung
28. August 2026- Interessenvertretung der Fahrer und Teams erfreut sich zahlreicher neuer Mitglieder
- Auch Four Motors und das Haupt Racing Team haben sich jetzt der ILN angeschlossen
- ILN stellt sich gegen kannibalisierende Langstrecken-Rennserien auf der Nürburgring-Nordschleife
- ILN-Vorsitzender Martin Rosorius: „Enorme Resonanz der Fans und Aktiven bestätigt unsere Haltung“
Angesichts der kontrovers geführten Diskussionen rund um die vom ADAC Nordrhein geplante „24h-Serie“ registriert die Interessengemeinschaft Langstrecke Nürburgring (ILN) breite Zustimmung für ihre ablehnende Position und begrüßt zahlreiche neue Mitglieder. In den vergangenen Tagen haben sich zum Beispiel das Haupt Racing Team (HRT), Four Motors rund um Tom von Löwis und Michael Bernd „Smudo“ Schmidt sowie Keeevin Motorsport, Kuepper Racing und Rent2Drive der ILN angeschlossen. Auf ihrem Facebook-Account konnte die Interessenvertretung der Teams und Fahrer innerhalb eines Monats mehr als 380.000 Aufrufe von 102.000 Betrachtern verzeichnen. Die Posts fanden über 3.300 Likes, wurden knapp 500 Mal geteilt, lösten 5.700 Reaktionen und fast 300 Kommentare aus. Einhelliger Tenor: Es darf keinen kannibalisierenden Wettbewerb zwischen konkurrierenden Langstrecken-Angeboten auf dem Nürburgring geben!
Hintergrund: Der ADAC-Nordrhein, Ausrichter des 24-Stunden-Rennens auf dem Eifelkurs, will bereits in der kommenden Saison eine eigene Langstrecken-Serie ausrichten. Sie stände in Konkurrenz zur aktuellen, sich positiv entwickelnden Nürburgring Langstrecken-Serie (NLS). Dem stellt sich die ILN entgegen: Eine zweite Veranstaltungsreihe auf der Nordschleife würde in der Konsequenz alle Beteiligten schwächen und die wirtschaftliche Grundlage der Teams, der Hotellerie und der Gastronomie sowie der zahlreichen Dienstleister rund um die beliebten Breitensportrennen gefährden. Die in der ILN organisierten Teams und Cups stellten bei den diesjährigen NLS-Läufen oftmals über 70 Rennwagen und damit deutlich mehr als die Hälfte des Teilnehmerfelds. Beim 24-Stunden-Rennen 2026 waren es über 70 Fahrzeuge und damit gut 45 Prozent der Starter.
Die ILN versteht sich als starke Gemeinschaft, die das breite und vielfältige Teilnehmerfeld der Langstrecke auf der Nürburgring-Nordschleife repräsentiert. In ihren Reihen bündelt sich ein großes Maß an Erfahrung und Know-how aus unterschiedlichen Bereichen des Motorsports. Dieses Wissen und diese Kompetenz stellt die ILN den Veranstaltern gerne zur Verfügung, um gemeinsam tragfähige und zukunftsorientierte Lösungen zu entwickeln.
Dabei steht die ILN grundsätzlich allen Teams offen, die sich für die Zukunft des Langstreckensports auf der Nordschleife engagieren möchten. Über weitere Mitglieder und neue Stimmen aus dem Teilnehmerfeld freut sich die Interessengemeinschaft ausdrücklich. Je breiter die Gemeinschaft aufgestellt ist, desto besser kann sie die unterschiedlichen Interessen und Perspektiven der Teams und Teilnehmer vertreten.
„Unser gemeinsames Ziel muss ein attraktiver, nachhaltiger und sicherer Langstreckensport auf der einzigartigen und legendären Nürburgring-Nordschleife sein. Dafür möchten wir unseren Beitrag leisten und unsere Erfahrung gerne konstruktiv einbringen. Die ILN steht für den Dialog mit allen Beteiligten und für eine starke Gemeinschaft, in der die Interessen der Teams und Fahrer zusammengeführt werden“, betont Martin Rosorius, Vorsitzender der ILN.
„Der markante Mitgliederzuwachs freut uns natürlich sehr und dass so wichtige Player wie Four Motors und HRT dabei sind, sendet ein wichtiges Signal. Die enorme Resonanz der Fans und Aktiven bestätigt unsere Haltung. Auch in den zahlreichen persönlichen Gesprächen im Fahrerlager erleben wir massiven Rückhalt für unsere ablehnende Position“, so Rosorius.