ILN begrüßt Rückzug des ADAC Nordrhein: Weg frei für eine starke Langstreckensaison 2027

11. September 2026
  • ADAC Nordrhein sagt die für 2027 geplante Einführung einer eigenen Langstreckenserie ab
  • Zwei konkurrierende Langstreckenserien hätten Starterfelder und Breitensport gefährdet
  • ILN-Vorsitzender Martin Rosorius: „Absage der Konkurrenzserie für 2027 ist richtig und wichtig – jetzt freuen wir uns auf starken Langstreckensport im Jubiläumsjahr des Nürburgrings“

 

Die Interessengemeinschaft Langstrecke Nürburgring (ILN) begrüßt die Entscheidung des ADAC Nordrhein, im Jahr 2027 keine Konkurrenzserie zur Nürburgring Langstrecken-Serie (NLS) zu veranstalten. Die ILN hatte sich in den vergangenen Wochen mit Nachdruck dafür eingesetzt, dass der ADAC Nordrhein seine Pläne für eine eigene Langstreckenserie auf der Nordschleife für 2027 zurücknimmt. Aus Sicht der Interessengemeinschaft war die angekündigte Konkurrenzserie eine erhebliche Belastung für den gesamten Langstreckensport. Teams, Fahrer und Sponsoren waren durch die kurzfristige Ankündigung massiv verunsichert. Vertragsverhandlungen konnten nicht abgeschlossen werden oder liegen bis heute auf Eis.

„Wir haben immer deutlich gemacht, dass eine zusätzliche Konkurrenzserie dem Langstreckensport auf der Nordschleife mehr schaden als nutzen würde. Deshalb haben wir als ILN den klaren Standpunkt vertreten, dass der ADAC Nordrhein für 2027 von seinen Plänen Abstand nehmen muss. Dass diese Forderung nun erfüllt wird, ist eine wichtige und richtige Entscheidung“, erklärt Martin Rosorius.

Mit Blick auf die ursprünglich geplante Serie ergänzt Rosorius: „Die Einsicht des ADAC Nordrhein, dass sich mit 30 Rennwagen keine erfolgreiche Langstreckenserie auf der Nordschleife veranstalten lässt, kommt spät, aber gerade noch rechtzeitig, um größeren Schaden von den Teams, Fahrern, Sponsoren und dem gesamten Langstreckensport abzuwenden.“

Für die ILN ist die Entscheidung nun vor allem ein Signal, wieder Planungssicherheit herzustellen. „Jetzt geht es darum, nach vorne zu schauen. Teams und Partner brauchen endlich Klarheit und eine verlässliche Perspektive für 2027 und darüber hinaus. Das Jubiläumsjahr des Nürburgrings sollte nicht von Konkurrenz und Unsicherheit geprägt sein, sondern von einem starken gemeinsamen Auftritt des Langstreckensports“, so Rosorius.

Gleichzeitig sieht die ILN für die Zukunft weiteren Handlungsbedarf. „Wir dürfen uns jetzt nicht darauf beschränken, die Konkurrenzsituation für 2027 zu lösen. Perspektivisch brauchen wir einen klaren Ansprechpartner für das 24-Stunden-Rennen und die NLS. Die bestehenden Strukturen müssen weiterentwickelt und verbessert werden. Es braucht klare Zuständigkeiten, kurze Entscheidungswege und einen verlässlichen Dialog mit den Teams, Fahrern, Veranstaltern und weiteren Beteiligten“, fordert Rosorius.

Dabei gehe es ausdrücklich nicht darum, bewährte Strukturen grundsätzlich infrage zu stellen. „Wir wollen den Langstreckensport auf der Nordschleife gemeinsam weiterentwickeln. Dafür müssen wir die Kräfte bündeln und die Voraussetzungen schaffen, dass langfristig sowohl die NLS als auch das 24-Stunden-Rennen erfolgreich und professionell aufgestellt sind.“

Rosorius blickt deshalb zuversichtlich auf die kommende Saison: „Ich freue mich nun sehr auf das Jubiläumsjahr 2027 des Nürburgrings – mit einer starken NLS-Saison der VLN und einem erfolgreichen 24-Stunden-Rennen. Das ist die Perspektive, die wir uns für die Nordschleife wünschen und für die sich die ILN eingesetzt hat.“